Der Mond leuchtet nicht aus eigener Kraft. Anders als die Sonne erzeugt er kein sichtbares Licht. Was wir als Mondlicht wahrnehmen, ist Sonnenlicht, das auf seine Oberfläche trifft und teilweise zur Erde zurückgeworfen wird.
Die Mondoberfläche besteht überwiegend aus dunklem Gestein und reflektiert nur einen kleinen Teil des einfallenden Sonnenlichts. Trotzdem erscheint der Mond am Nachthimmel sehr hell, weil er der Erde vergleichsweise nahe ist und sich deutlich vom dunklen Himmel abhebt.
Die Sonne beleuchtet immer ungefähr eine Hälfte des Mondes. Wie viel davon wir von der Erde aus sehen, hängt von der Stellung des Mondes auf seiner Umlaufbahn ab. Dadurch entstehen die Mondphasen. Beim Vollmond blicken wir fast vollständig auf die beleuchtete Seite. Beim Neumond zeigt die beleuchtete Hälfte größtenteils von uns weg.
Gelegentlich ist neben einer schmalen Mondsichel auch der eigentlich dunkle Teil der Mondscheibe schwach zu erkennen. Dieses Phänomen heißt Erdschein. Dabei wird Sonnenlicht zunächst von der Erde zum Mond und anschließend von dessen Oberfläche wieder zu uns reflektiert.
Während einer Mondfinsternis gelangt nur noch durch die Erdatmosphäre abgelenktes Sonnenlicht zum Mond. Dadurch kann er rötlich erscheinen. Sein sichtbares Leuchten stammt jedoch auch dann letztlich von der Sonne.
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Quellen
▪ NASA Science: „Top Moon Questions“
▪ NASA Science: „Moonlight“,
▪ European Space Agency: „Mondphasen“
