Sternbilder sind festgelegte Bereiche des Himmels. Die Internationale Astronomische Union teilt den gesamten Himmel in 88 Sternbilder ein. Bekannte Beispiele sind Orion, der Große Bär, Kassiopeia oder der Schwan.
Die Sterne eines Sternbildes erscheinen von der Erde aus wie ein gemeinsames Muster. Tatsächlich können sie jedoch sehr unterschiedlich weit entfernt sein und stehen meist in keiner direkten Verbindung zueinander. Die Linien, mit denen Sternbilder auf Karten dargestellt werden, sind nur gedachte Hilfen.
Sternzeichen stammen dagegen aus der Astrologie. Gemeint sind zwölf gleich große Abschnitte entlang der scheinbaren Sonnenbahn am Himmel. Welches Sternzeichen einem Menschen zugeordnet wird, richtet sich nach seinem Geburtsdatum. Damit werden astrologische Deutungen über Charakter oder Lebensweg verbunden. Für solche Zusammenhänge gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
Die Namen der Sternzeichen stammen von bekannten Sternbildern wie Widder, Stier, Zwillinge oder Löwe. Sternzeichen und die wirklichen Sternbilder stimmen jedoch nicht genau überein. Astronomische Sternbilder besitzen unterschiedliche Größen. Zudem hat sich die scheinbare Position der Sonne gegenüber den Sternen seit der Festlegung der astrologischen Zeichen verschoben.
Kurz gesagt: Sternbilder gehören zur Astronomie und dienen der Einteilung des Himmels. Sternzeichen gehören zur Astrologie und beruhen auf einem historischen Deutungssystem.
Quellen
▪ Internationale Astronomische Union: „The Constellations“
▪ Internationale Astronomische Union: „Frequently Asked Questions“
▪ NASA Space Place: „What Are Constellations?“
