Dunkle Energie ist die Bezeichnung für eine bislang unbekannte Komponente des Universums, mit der Astronomen seine beschleunigte Expansion erklären. Sie ist weder direkt sichtbar noch lässt sie sich wie gewöhnliche Materie unmittelbar nachweisen.
Ende der 1990er-Jahre zeigten Beobachtungen weit entfernter Supernovae, dass sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern dass diese Expansion seit mehreren Milliarden Jahren beschleunigt verläuft. Nach dem kosmologischen Standardmodell entfallen ungefähr zwei Drittel des gesamten Energieinhalts des Universums auf Dunkle Energie.
Die einfachste Erklärung ist die sogenannte kosmologische Konstante. Dabei wäre dem leeren Raum selbst eine konstante Energiedichte zugeordnet. Ob diese Vorstellung tatsächlich richtig ist, gehört jedoch zu den großen offenen Fragen der modernen Kosmologie.
Neue Messungen liefern zusätzliche Hinweise. Ergebnisse des Dark Energy Spectroscopic Instrument aus dem Jahr 2025 sprechen in Kombination mit anderen Beobachtungsdaten dafür, dass sich die Eigenschaften der Dunklen Energie möglicherweise im Laufe der kosmischen Geschichte verändert haben. Ein endgültiger Nachweis dafür liegt bislang nicht vor.
Missionen und Großprojekte wie Euclid und DESI vermessen deshalb Millionen von Galaxien. Aus ihrer Verteilung und Bewegung wollen Forschende ableiten, wie sich die Expansion entwickelt hat und was hinter der Dunklen Energie stecken könnte.
Quellen
▪ Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik: „Dunkle Energie und Großskalige Strukturen“
▪ European Space Agency: „Frequently asked questions about Euclid“
▪ Dark Energy Spectroscopic Instrument: „‘More Than a Hint’ of Evolving Dark Energy — New Results and Data from DESI“

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