Wie das Universum enden wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Nach dem derzeitigen Standardmodell spricht vieles dafür, dass es sich dauerhaft weiter ausdehnt und dabei langfristig immer kälter und leerer wird.
Schon heute beschleunigt sich die kosmische Expansion. Bleibt die dafür verantwortlich gemachte Dunkle Energie dauerhaft konstant, entfernen sich weit voneinander entfernte Galaxien immer stärker voneinander. In ferner Zukunft erlischt die Sternentstehung, vorhandene Sterne vergehen und immer weniger nutzbare Energie bleibt verfügbar. Dieses Szenario wird häufig als Big Freeze oder Wärmetod bezeichnet.
Daneben existieren andere Möglichkeiten. Sollte sich die Wirkung der Dunklen Energie im Laufe der Zeit deutlich verstärken, könnte ein sogenannter Big Rip entstehen, bei dem schließlich sogar gebundene Strukturen auseinandergerissen würden. Würde sich die kosmische Expansion dagegen irgendwann umkehren, wäre theoretisch ein Big Crunch möglich.
Neue Messungen des Dark Energy Spectroscopic Instrument liefern Hinweise darauf, dass sich Dunkle Energie möglicherweise mit der Zeit verändert. Diese Hinweise gelten bislang jedoch nicht als endgültiger Nachweis.
Das Ende des Universums hängt deshalb entscheidend davon ab, was Dunkle Energie tatsächlich ist und wie sie sich langfristig entwickelt. Nach heutigem Wissen ist eine fortgesetzte Expansion weiterhin ein zentrales Szenario.
Quellen
▪ Dark Energy Spectroscopic Instrument: „‘More Than a Hint’ of Evolving Dark Energy — New Results and Data from DESI“
▪ ESO Supernova Planetarium & Visitor Centre: „The three fates of the Universe“
▪ Welt der Physik: „Mysteriöse Kraft im All – Dunkle Energie“
