Marslichter entstehen aehnlich wie Polarlichter der Erde

Daten der NASA-Sonde MAVEN zeigen, dass bestimmte Polarlichter auf dem Mars nach einem ähnlichen physikalischen Prinzip entstehen wie die Polarlichter der Erde. Die am 23. Juli 2026 vorgestellte Untersuchung beschreibt, wie sich Magnetfeldlinien verbinden und dabei geladene Teilchen beschleunigen. Treffen diese Teilchen auf die Marsatmosphäre, erzeugen sie dort leuchtende Erscheinungen.

Anders als die Erde besitzt der Mars kein weltumspannendes Magnetfeld. Stattdessen sind einzelne Bereiche seiner Kruste stark magnetisiert. Über diesen Regionen bilden sich kleine magnetische Zonen, in denen eine verkleinerte Form des von der Erde bekannten Teilchenkreislaufs abläuft. Die Erkenntnis erklärt, wie Elektronen genügend Energie erhalten, um die örtlich begrenzten Marslichter hervorzurufen.

Die Untersuchung hilft dabei, die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und Marsatmosphäre besser zu verstehen. Dieses Wissen ist auch für künftige robotische und bemannte Missionen wichtig. Obwohl die MAVEN-Mission im Juni 2026 beendet wurde, werden ihre gesammelten Messdaten weiterhin wissenschaftlich ausgewertet.

Quellen

  • NASA Science: „NASA’s MAVEN Illuminates New Understanding of Auroras at Mars“, 23. Juli 2026
  • Nature Communications: Wissenschaftliche Untersuchung zum Teilchenkreislauf über den magnetisierten Krustenregionen des Mars, 23. Juli 2026