Menschen können auf dem Mars nicht ohne technische Schutzsysteme überleben. Die Atmosphäre besteht überwiegend aus Kohlendioxid, enthält kaum Sauerstoff und ist weniger als ein Hundertstel so dicht wie die Erdatmosphäre. Ohne Druckanzug würde der menschliche Körper deshalb nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Hinzu kommen niedrige Temperaturen, starke Temperaturschwankungen und eine hohe Strahlenbelastung. Weil der Mars weder eine dichte Atmosphäre noch ein starkes globales Magnetfeld besitzt, erreicht deutlich mehr schädliche Strahlung seine Oberfläche als die Erde. Wohnräume müssten daher abgeschirmt werden, beispielsweise durch Wasser, spezielle Materialien oder eine Bedeckung aus Marsgestein.
Eine dauerhaft bewohnte Station wäre grundsätzlich denkbar. Sie müsste jedoch Luft, Wasser und Wärme bereitstellen, Abfälle aufbereiten und möglichst viele lebenswichtige Stoffe wiederverwenden. Nahrung könnte teilweise in geschlossenen Gewächshäusern erzeugt werden. Wassereis im Marsboden wäre möglicherweise als Trinkwasserquelle sowie zur Herstellung von Sauerstoff und Treibstoff nutzbar.
Das NASA-Experiment MOXIE hat bereits gezeigt, dass sich aus der kohlendioxidreichen Marsatmosphäre Sauerstoff gewinnen lässt. Für eine größere Siedlung müssten solche Verfahren jedoch wesentlich leistungsfähiger und dauerhaft zuverlässig arbeiten.
Menschen könnten somit in geschützten Anlagen auf dem Mars leben. Ein Leben im Freien oder unter erdähnlichen Bedingungen ist mit heutiger Technik nicht möglich.
Quellen
▪ European Space Agency: „Facts about Mars“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Humans to Mars“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA: „Deep Space Habitation Overview“, abgerufen am 1. August 2026
▪ NASA Science: „Mars Exploration: Science Goals“, abgerufen am 1. August 2026
