Eine neue Studie zeigt, wie schwierig die Suche nach einer Atmosphäre beim erdgroßen Exoplaneten TRAPPIST-1f mit dem James-Webb-Weltraumteleskop werden könnte. Forschende simulierten, wie stark Flecken und andere aktive Regionen auf dem Zentralstern die Messungen beeinflussen. Die Untersuchung wurde am 6. August 2026 veröffentlicht.
TRAPPIST-1f befindet sich in der habitablen Zone seines Sterns. Die Berechnungen zeigen, dass eine kohlendioxidreiche Atmosphäre grundsätzlich mit Webb nachweisbar sein könnte. Dafür wären im untersuchten Szenario etwa zehn beobachtete Planetentransits nötig. Deutlich schwieriger wäre der Nachweis anderer Bestandteile: Für Methan könnten rund 50 Transits erforderlich sein, Wasserdampf ließ sich selbst in Simulationen mit bis zu 100 Transits nicht sicher identifizieren.
Grund dafür ist der sehr aktive Rote Zwerg TRAPPIST-1. Veränderungen auf seiner Oberfläche können im Spektrum stärkere Spuren erzeugen als eine mögliche Planetenatmosphäre. Künftige Beobachtungen müssen diese Störeinflüsse deshalb besonders genau berücksichtigen. Webb-Daten zu TRAPPIST-1f werden bereits ausgewertet.
Quellen
▪︎ arXiv: „Veiled in Starlight: Impacts of Stellar Contamination on Retrievals of TRAPPIST-1f’s Atmospheric Composition“, 6. August 2026
▪︎ NASA: „What is Webb Revealing About the TRAPPIST-1 System?“, 15. Januar 2026
