Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Der Mond bewegt sich dabei durch den Schatten der Erde. Bei einer totalen Mondfinsternis befindet er sich vollständig im Kernschatten, verschwindet aber meist nicht vollständig.
Der Grund liegt in der Erdatmosphäre. Ein Teil des Sonnenlichts durchquert sie, wird dabei gebrochen und in den Erdschatten gelenkt. Die Atmosphäre streut kurzwelliges blaues Licht stärker als langwelliges rotes Licht. Deshalb erreicht vor allem rötliches und orangefarbenes Licht die Mondoberfläche.
Der Vorgang ähnelt der Entstehung roter Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge. Von der Mondoberfläche aus betrachtet würde die Erde während der Finsternis als dunkle Scheibe erscheinen, die von einem rötlich leuchtenden Ring aus Sonnenlicht umgeben ist.
Wie dunkel oder intensiv rot der Mond erscheint, unterscheidet sich von Finsternis zu Finsternis. Staub, Wolken und andere Bestandteile der Erdatmosphäre beeinflussen, wie viel Licht hindurchgelangt. Nach großen Vulkanausbrüchen kann eine Mondfinsternis deshalb besonders dunkel ausfallen.
Die Bezeichnung „Blutmond“ beschreibt lediglich die rötliche Farbe während einer totalen Mondfinsternis. Sie ist kein eigener astronomischer Fachbegriff und weist nicht auf ein ungewöhnliches oder gefährliches Ereignis hin.
Mehr zum Thema Mond
Mehr zum Thema Mondfinsternis
- Bedeutet ein Blutmond den Weltuntergang?
- Die vier Blutmonde: Sollte diese Mondfinsternis die Welt verändern?
- Warum galt der Blutmond früher als Vorzeichen für Krieg und Unglück?
- Hat ein Blutmond Auswirkungen auf den Menschen?
Quellen
▪ NASA Science: „Eclipses and the Moon“
▪ European Space Agency
▪ European Space Agency

Pingback:Wann und wo ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 in Deutschland zu sehen? – 7.West