Andromedagalaxie Wie weit ist sie entfernt und was wissen wir ueber M31

An einem wirklich dunklen Herbstabend kann man sie sogar ohne Teleskop entdecken: einen schwachen, länglichen Lichtfleck im Sternbild Andromeda. Was dabei beinahe unscheinbar wirkt, ist eine vollständige Galaxie mit einer gewaltigen Zahl von Sternen. Die Andromedagalaxie, auch Messier 31 oder kurz M31 genannt, ist die nächste große Galaxie zur Milchstraße und eines der wichtigsten Vergleichsobjekte für das Verständnis unserer eigenen kosmischen Heimat.

Ihr Licht benötigt ungefähr 2,5 Millionen Jahre, um die Erde zu erreichen. Wenn wir Andromeda heute betrachten, sehen wir sie also so, wie sie zu einer Zeit aussah, als auf der Erde noch frühe Vertreter der Gattung Homo lebten. Gleichzeitig ist sie astronomisch gesehen bemerkenswert nah. Kein anderes großes Sternsystem lässt sich von uns aus derart detailliert untersuchen. Hubble-Aufnahmen können dort einzelne Sterne auflösen, und neue Untersuchungen zeigen selbst, wie sich die Sternentstehung in verschiedenen Teilen der Galaxie über Hunderte Millionen Jahre verändert hat.

Wie weit ist die Andromedagalaxie von der Erde entfernt?

Die Andromedagalaxie liegt rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. In astronomischen Entfernungsangaben entspricht das ungefähr 770.000 Parsec.

Ein Lichtjahr ist die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt – rund 9,46 Billionen Kilometer. Selbst mit diesen gewaltigen Einheiten wird klar, welche Entfernung zwischen uns und M31 liegt. Das Licht, das heute in einem Teleskop ankommt, hat die Galaxie vor ungefähr zweieinhalb Millionen Jahren verlassen.

Andromeda ist damit zwar unser nächster großer galaktischer Nachbar, aber nicht die nächste Galaxie überhaupt. Mehrere kleine Zwerggalaxien befinden sich wesentlich näher an der Milchstraße und gehören teilweise zu ihren Satelliten. Andromeda ist vielmehr die nächste große Galaxie, die in Größe und Masse ungefähr mit unserer Milchstraße vergleichbar ist.

Gerade diese Nähe macht M31 so wichtig. Bei den meisten Galaxien sehen Astronomen nur das zusammengesetzte Licht von Millionen oder Milliarden Sternen. In Andromeda können leistungsfähige Teleskope einzelne Sterne voneinander unterscheiden und daraus die Geschichte verschiedener Regionen rekonstruieren.

Was bedeutet M31?

Die Bezeichnung M31 stammt aus dem Messier-Katalog des französischen Astronomen Charles Messier. Er erfasste im 18. Jahrhundert auffällige Himmelsobjekte, die bei der Suche nach Kometen leicht für solche gehalten werden konnten.

Die Andromedagalaxie trägt dort die Nummer 31. Ein weiterer gebräuchlicher Katalogname lautet NGC 224.

Andromeda war allerdings bereits lange vor Messier bekannt. Der persische Astronom Abd ar-Rahman as-Sufi beschrieb im Jahr 964 ein nebelartiges Objekt an dieser Position. Über Jahrhunderte wusste niemand, was sich hinter diesem schwachen Lichtfleck tatsächlich verbarg.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war umstritten, ob solche sogenannten Spiralnebel Bestandteile der Milchstraße oder eigenständige Sternsysteme außerhalb von ihr waren. Diese Frage gehörte zu den größten astronomischen Diskussionen jener Zeit.

Eine entscheidende Rolle spielte später Edwin Hubble. Er entdeckte in Andromeda veränderliche Sterne vom Typ Cepheiden und konnte daraus schließen, dass M31 viel zu weit entfernt war, um innerhalb der Milchstraße zu liegen. Damit wurde klar: Die Milchstraße ist nicht das gesamte Universum, sondern nur eine Galaxie unter vielen.

Wie groß ist die Andromedagalaxie?

Für den sichtbaren Sternteil von Andromeda werden je nach Messmethode und zugrunde gelegter Grenze unterschiedliche Durchmesser angegeben. NASA nennt für die auffällige Scheibe ungefähr 152.000 Lichtjahre, während weiter außen liegende Sternpopulationen und andere Definitionen zu größeren Werten führen können. Eine Galaxie besitzt keine scharf gezogene Außenkante.

Damit ist M31 in ihrer sichtbaren Ausdehnung mindestens in derselben Größenordnung wie die Milchstraße und nach manchen Definitionen größer.

Doch auch hier endet die Galaxie nicht einfach am Rand der sichtbaren Spiralarme. Um Andromeda liegt ein enormer Halo aus heißem, dünn verteiltem Gas. Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop zeigen, dass dieser Halo sich bis etwa eine Million Lichtjahre vom Zentrum erstrecken kann. Würde dieses Gas sichtbar leuchten, würde Andromeda einen riesigen Teil unseres Nachthimmels einnehmen.

Die sichtbare Spirale ist damit nur der auffälligste Teil eines viel größeren Systems.

Wie viele Sterne gibt es in der Andromedagalaxie?

Die exakte Zahl lässt sich nicht bestimmen. Häufig werden Schätzungen von mehreren Hundert Milliarden bis möglicherweise rund einer Billion Sternen genannt. Damit könnte Andromeda mehr Sterne enthalten als die Milchstraße, obwohl ihre Gesamtmasse nicht zwingend entsprechend größer sein muss.

Die enorme Sternzahl wird besonders anschaulich durch die jüngsten Hubble-Kartierungen. Für eine 2025 vorgestellte Panoramaaufnahme wurden über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren rund 600 einzelne Hubble-Aufnahmen kombiniert. In diesem Mosaik lassen sich etwa 200 Millionen Sterne unterscheiden – und selbst das ist nur ein Teil der gesamten Sternpopulation Andromedas.

Die Galaxie besteht jedoch keineswegs überall aus denselben Sternen. Ihr heller Zentralbereich wird überwiegend von älteren, gelblich-rötlichen Sternpopulationen geprägt. In den äußeren Regionen und entlang bestimmter Strukturen befinden sich dagegen jüngere blaue Sterne, Gaswolken und Gebiete, in denen noch heute neue Sterne entstehen.

Wie ist die Andromedagalaxie aufgebaut?

M31 ist eine große Spiralgalaxie. Sie besitzt einen hellen Zentralbereich, eine flache Scheibe mit Spiralstrukturen, ausgedehnte Staubbänder und einen weit reichenden Halo.

Im Zentrum liegt der sogenannte Bulge – eine dichte Ansammlung überwiegend älterer Sterne. Von dort erstreckt sich die Scheibe nach außen. Dunkle Staubbänder durchziehen Teile der Galaxie und sind schon auf vielen Aufnahmen als auffällige Strukturen zu erkennen.

Besonders markant sind mehrere ringartige Zonen mit Sternentstehung. Eine wichtige Region liegt ungefähr 32.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt. Dort entstand in jüngerer Vergangenheit ein erheblicher Anteil der neuen Sterne.

Andromeda ist dabei kein ungestörtes, vollkommen symmetrisches Sternsystem. Ihre Struktur trägt Spuren früherer Begegnungen mit kleineren Galaxien. Sternströme und ungewöhnliche Verteilungen von Sternen weisen darauf hin, dass M31 im Laufe ihrer Geschichte kleinere Galaxien aufgenommen oder stark verändert hat.

Was befindet sich im Zentrum von M31?

Im Zentrum der Andromedagalaxie befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch. Seine Masse wird auf ungefähr 100 bis 140 Millionen Sonnenmassen geschätzt. Es ist damit erheblich massereicher als Sagittarius A*, das zentrale Schwarze Loch der Milchstraße mit rund vier Millionen Sonnenmassen.

Die unmittelbare Umgebung dieses Schwarzen Lochs ist ungewöhnlich. Auf älteren Aufnahmen schien das Zentrum von M31 zunächst zwei Kerne zu besitzen. Genauere Hubble-Beobachtungen zeigten jedoch, dass es sich nicht um zwei getrennte Galaxienkerne handelt. Die scheinbare Doppelstruktur entsteht durch die Verteilung von Sternen um das zentrale Schwarze Loch.

In unmittelbarer Nähe befinden sich sowohl ältere rote als auch junge blaue Sterne. Diese komplexe Kernregion gehört zu den am besten untersuchten galaktischen Zentren außerhalb der Milchstraße.

Kann man die Andromedagalaxie mit bloßem Auge sehen?

Ja. Unter einem ausreichend dunklen Himmel gehört M31 zu den entferntesten Objekten, die Menschen ohne optische Hilfsmittel erkennen können.

Ihre scheinbare Helligkeit liegt bei etwa 3,1 Magnituden. Man sieht jedoch nicht die gesamte Galaxie, sondern hauptsächlich den besonders hellen Zentralbereich. Er erscheint als diffuser, länglicher Fleck.

Die tatsächliche Ausdehnung am Himmel ist überraschend groß. Auf lang belichteten Aufnahmen erstreckt sich Andromeda über ungefähr das Sechsfache des scheinbaren Vollmonddurchmessers. Sie wirkt mit bloßem Auge nur deshalb so klein, weil ihre äußeren Bereiche extrem lichtschwach sind.

Von Deutschland aus lässt sich M31 besonders gut während der zweiten Jahreshälfte beobachten. Das Sternbild Andromeda steht dann am Abend günstig am Himmel. Ein Fernglas reicht bereits aus, um das Objekt wesentlich deutlicher zu erkennen.

Hat Andromeda eigene Satellitengalaxien?

Wie die Milchstraße wird auch M31 von zahlreichen kleineren Galaxien begleitet.

Eine Hubble-Untersuchung von 2025 betrachtete 36 bekannte Zwerggalaxien im Umfeld Andromedas. Zwei besonders bekannte Begleiter sind Messier 32 und Messier 110.

M32 ist eine kleine, kompakte elliptische Galaxie, die Andromeda auf vielen Aufnahmen unmittelbar begleitet. Es wird diskutiert, ob sie möglicherweise der übrig gebliebene Kern einer ursprünglich größeren Galaxie ist, der bei einer früheren Begegnung mit M31 Sterne und Gas verlor.

Solche Begleiter sind für Astronomen wichtig, weil ihre Umlaufbahnen und Sternpopulationen Hinweise auf die Vergangenheit Andromedas liefern. Große Galaxien wachsen nicht nur durch die Bildung neuer Sterne, sondern auch dadurch, dass sie kleinere Systeme aufnehmen.

Entstehen in Andromeda noch neue Sterne?

Ja – allerdings offenbar immer weniger.

Eine im Juli 2026 veröffentlichte Auswertung von Hubble-Daten hat die Entwicklung der Sternentstehung in großen Teilen der Andromedagalaxie über die vergangenen 500 Millionen Jahre rekonstruiert. Dabei zeigte sich ein langfristiger Rückgang, der in den letzten etwa 40 Millionen Jahren noch deutlicher geworden ist.

Vor rund 500 Millionen Jahren wurden nach dieser Untersuchung pro Jahr Sterne mit insgesamt ungefähr einer Sonnenmasse neu gebildet. Vor 40 Millionen Jahren war dieser Wert bereits auf etwa die Hälfte gefallen. Heute liegt die Rate nur noch bei ungefähr einem Fünftel einer Sonnenmasse pro Jahr.

Das bedeutet nicht, dass Andromeda keine neuen Sterne mehr hervorbringt. Die Galaxie befindet sich vielmehr in einer Phase nachlassender Aktivität.

Ein besonders großer Teil der jüngeren Sternentstehung konzentrierte sich auf einen Ring rund 32.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt. Warum die Aktivität dort und insgesamt zurückgeht, wird weiterhin untersucht.

Die Daten zeigen zugleich, wie außergewöhnlich detailliert M31 inzwischen erforscht werden kann: Für die Untersuchung wurden etwa 200 Millionen einzelne Sterne ausgewertet und große Bereiche der Galaxie in Abschnitte von jeweils ungefähr 300 Lichtjahren Kantenlänge zerlegt.

Ist die Andromedagalaxie größer als die Milchstraße?

Die Antwort hängt davon ab, was genau verglichen wird.

Andromeda besitzt vermutlich mehr Sterne und eine sehr große sichtbare Scheibe. Bei der Gesamtmasse liegen M31 und die Milchstraße nach heutigen Schätzungen dagegen näher beieinander, als ältere Darstellungen vermuten ließen.

Galaxien bestehen zudem nicht nur aus Sternen. Gas, Staub und vor allem Dunkle Materie tragen erheblich zur Gesamtmasse bei. Der Dunkle-Materie-Halo reicht weit über die sichtbare Scheibe hinaus und lässt sich nur indirekt durch seine gravitative Wirkung untersuchen.

Deshalb ist die häufige Vorstellung „Andromeda ist einfach doppelt so groß wie die Milchstraße“ zu grob. Beide sind große Spiralgalaxien derselben Größenordnung, unterscheiden sich aber in Sternzahl, Struktur, Entwicklungsgeschichte und möglicherweise in der Verteilung ihrer Dunklen Materie.

Bewegt sich Andromeda auf die Milchstraße zu?

Ja. Messungen zeigen eindeutig, dass sich M31 insgesamt in Richtung der Milchstraße bewegt.

Genau daraus entstand die seit Jahren bekannte Vorstellung einer zukünftigen Kollision. Frühere Modelle gingen davon aus, dass beide Galaxien in ungefähr vier bis fünf Milliarden Jahren sehr nahe aneinander vorbeiziehen und schließlich miteinander verschmelzen würden.

Der entscheidende Unsicherheitsfaktor ist jedoch die seitliche Bewegung Andromedas. Bereits eine vergleichsweise geringe Änderung dieser Geschwindigkeit kann darüber entscheiden, ob sich beide Galaxien frontal treffen oder in größerem Abstand aneinander vorbeiziehen.

Werden Milchstraße und Andromeda wirklich kollidieren?

Diese Frage hat seit 2025 eine deutlich weniger einfache Antwort.

Lange galt eine Kollision zwischen Milchstraße und Andromeda als nahezu unausweichlich. Neuere Berechnungen, in die Daten des Hubble-Weltraumteleskops und der ESA-Mission Gaia sowie die gravitativen Einflüsse weiterer Galaxien einbezogen wurden, kamen jedoch zu einem wesentlich unsichereren Ergebnis. Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung berechnete nur ungefähr 50 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass Milchstraße und Andromeda innerhalb der kommenden zehn Milliarden Jahre tatsächlich miteinander verschmelzen.

Insbesondere die Große Magellansche Wolke kann die Bewegung der Milchstraße so beeinflussen, dass eine direkte Begegnung mit Andromeda weniger wahrscheinlich wird. Die Dreiecksgalaxie M33 wirkt wiederum in eine andere Richtung auf das System.

Auch dieser Forschungsstand ist noch nicht endgültig. Eine weitere Untersuchung aus dem Jahr 2026, die aktualisierte Bewegungsmessungen verwendete, kam erneut auf eine deutlich höhere Verschmelzungswahrscheinlichkeit von etwa 90 Prozent. Die Autoren betonen gleichzeitig, dass die Ergebnisse stark davon abhängen, welche Werte für die seitliche Bewegung von M31 angenommen werden und dass die heutigen Messungen noch keine sichere Vorhersage erlauben.

Damit lautet der gegenwärtige Stand nicht mehr: „Andromeda wird sicher mit der Milchstraße kollidieren.“ Richtig ist vielmehr: Eine zukünftige Verschmelzung bleibt wahrscheinlich beziehungsweise gut möglich, ist aber nach aktuellen Untersuchungen nicht endgültig entschieden.

Was würde bei einer Kollision mit der Milchstraße passieren?

Eine Galaxienkollision klingt zunächst wie eine gigantische Ansammlung von Sternzusammenstößen. Tatsächlich sind direkte Kollisionen zwischen einzelnen Sternen ausgesprochen unwahrscheinlich.

Die Abstände zwischen Sternen sind selbst innerhalb einer Galaxie so enorm, dass beide Sternsysteme größtenteils durcheinander hindurchfliegen könnten. Entscheidend wären vielmehr die gegenseitigen Gravitationskräfte.

Spiralarme würden verzerrt, Sterne auf neue Bahnen gelenkt und Gaswolken miteinander wechselwirken. Dadurch könnten zeitweise verstärkt neue Sterne entstehen. Über lange Zeit könnte aus beiden Spiralgalaxien ein neues großes Sternsystem hervorgehen.

Was mit unserem Sonnensystem geschähe, lässt sich nicht exakt vorhersagen. Es könnte auf eine andere Umlaufbahn um das neue galaktische Zentrum gelangen. Eine direkte Kollision der Sonne mit einem anderen Stern wäre jedoch extrem unwahrscheinlich.

Ob dieses Szenario überhaupt eintritt und wann genau, hängt von den heute noch nicht ausreichend präzise bekannten Bewegungen der beteiligten Galaxien ab.

Was macht die Andromedagalaxie so wichtig für die Astronomie?

M31 ist nah genug, um einzelne Sterne zu untersuchen, und gleichzeitig groß genug, um als vollständiges Beispiel einer massereichen Spiralgalaxie zu dienen. Diese Kombination gibt es nur selten.

Bei der Milchstraße können Astronomen einzelne Sterne hervorragend untersuchen, müssen die Gesamtstruktur aber aus einer Position mitten in der Scheibe rekonstruieren. Bei weit entfernten Galaxien sehen wir ihre Gesamtform gut, können aber einzelne Sterne kaum auflösen.

Andromeda liegt genau zwischen diesen beiden Situationen. Wir sehen die gesamte Galaxie von außen und können gleichzeitig Millionen ihrer Sterne einzeln untersuchen.

Dadurch lassen sich Sternentstehung, frühere Galaxienverschmelzungen, Sternströme, Staubstrukturen, Satellitengalaxien und die Entwicklung verschiedener Sternpopulationen miteinander verbinden. Die jüngsten Hubble-Untersuchungen aus dem Jahr 2026 zeigen, wie detailliert diese kosmische Geschichtsschreibung inzwischen geworden ist.

Und trotzdem bleibt der erste Eindruck derselbe wie seit Jahrhunderten: ein schwacher Lichtfleck am Nachthimmel.

Dahinter verbirgt sich eine Galaxie mit Hunderten Milliarden Sternen, einem supermassereichen Schwarzen Loch, zahlreichen Begleitgalaxien und einer Geschichte aus Sternentstehung und früheren Zusammenstößen. Ihr Licht ist zweieinhalb Millionen Jahre unterwegs, bevor es uns erreicht – und dennoch ist Andromeda unsere nächste große galaktische Nachbarin.

Vielleicht wird sie eines Tages mit der Milchstraße verschmelzen. Vielleicht ziehen beide Systeme wesentlich weiter aneinander vorbei, als lange angenommen wurde. Gerade diese Unsicherheit macht deutlich, dass selbst bei einem Objekt, das Menschen schon seit mehr als tausend Jahren beobachten, die Geschichte noch längst nicht vollständig erzählt ist.

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Quellen
▪︎ NASA Science – Messier 31, The Andromeda Galaxy
▪︎ NASA und ESA, Hubble Space Telescope – Panorama und Sternpopulationen der Andromedagalaxie
▪︎ NASA Hubble – Star Formation in Andromeda Galaxy Winding Down, 2026
▪︎ NASA Hubble – Giant Halo Around the Andromeda Galaxy
▪︎ NASA und ESA – Untersuchungen des Zentrums und des supermassereichen Schwarzen Lochs von M31
▪︎ NASA Hubble – Satellitengalaxien der Andromedagalaxie
▪︎ ESA, Hubble und Gaia – Neubewertung der zukünftigen Begegnung von Milchstraße und Andromeda, 2025
▪︎ Sawala et al., Nature Astronomy – Dynamische Zukunft des Milchstraße-Andromeda-Systems
▪︎ Wu et al. – The Fate of the Milky Way–Andromeda System: To Merge or Not?, 2026